Lungenkrebs-Früherkennung jetzt als Kassenleistung

Als eine der ersten Bonner Hausarztpraxen sind wir qualifiziert, das neue Lungenkrebs-Früherkennungs-Screening einzuleiten:
Wer viel geraucht hat und zwischen 50 und 75 Jahre alt ist, kann zukünftig einmal im Jahr eine schonende CT-Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs nutzen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Die Teilnahme ist freiwillig.
Was wichtig ist:
Lungenkrebs bleibt oft lange unbemerkt. Wird er früh entdeckt, sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich besser. Genau dafür gibt es das Niedrigdosis-CT. Es arbeitet mit sehr wenig Strahlung und zeigt schon kleine Veränderungen in der Lunge.
Das Angebot richtet sich an Menschen,
- die viele Jahre geraucht haben
- im Alter zwischen 50 und 75 sind
- und gesundheitlich für die Untersuchung geeignet sind
Wie die Untersuchung abläuft
Zuerst führen Sie ein Gespräch in Form eines Sprechstunden- oder Videosprechstundentermins mit uns.
Dort wird geschaut, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen. Sie erfahren auch, was die Untersuchung bringt und welche möglichen Nachteile es gibt. Wenn alles passt, erhalten Sie eine Überweisung.
Der CT-Termin selbst ist kurz und schmerzfrei. Sie liegen einige Minuten im Gerät, während die Aufnahmen gemacht werden. Die Bilder werden anschließend genau ausgewertet. Ihr Ergebnis erhalten Sie innerhalb von etwa zwei Wochen.
Welche Ergebnisse möglich sind
- Keine Auffälligkeit: Dann reicht es, nach frühestens zwölf Monaten erneut zur Kontrolle zu kommen.
- Unklare Auffälligkeit: Hier empfiehlt die Radiologie meist eine erneute Aufnahme innerhalb eines Jahres.
- Verdacht auf Lungenkrebs: Dann folgen weitere Untersuchungen in einer spezialisierten Praxis oder Klinik, zum Beispiel eine Gewebeprobe.
Was spricht für die Teilnahme?
- Lungenkrebs kann früher entdeckt werden.
- Damit steigen die Chancen auf Heilung.
- Bei Männern wie Frauen zeigt sich: Einige Todesfälle lassen sich durch die Früherkennung tatsächlich verhindern.
Und was spricht dagegen?
- Manchmal schlagen die Bilder falschen Alarm. Dann folgen Untersuchungen, die sich später als unnötig herausstellen.
- Die Strahlenbelastung ist sehr gering, kann aber theoretisch ein zusätzliches kleines Krebsrisiko mit sich bringen.
Ein wichtiger Punkt: der Rauchstopp
Die Früherkennung kann Krebs früh entdecken – sie verhindert ihn aber nicht. Wer aufhört zu rauchen, senkt sein Risiko dagegen deutlich. Unterstützung gibt es viele: Beratung, Medikamente, Apps, Kurse. Vieles wird von der Krankenkasse unterstützt. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.
Ihr persönlicher Weg
Eine Teilnahme ist Ihre eigene Entscheidung. Wenn Sie mehr erfahren möchten, unsicher sind oder Fragen haben, sprechen Sie einfach mit uns darüber.