Cool bleiben an Hitzetagen!

So schützen Sie Ihren Körper, bevor es brenzlig wird!
An sehr heißen Tagen leistet der ganze Körper Schwerstarbeit. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie sich und Ihre Gesundheit gezielt schützen.
Warum Hitze so anstrengend ist
Bei großer Hitze muss der Körper viel leisten:
Das Herz schlägt schneller. Der Blutdruck kann schwanken. Über das Schwitzen geht viel Flüssigkeit und Salz verloren.
Wenn wir dann zu wenig trinken, zu lange in der Sonne sind oder uns überanstrengen, kann es gefährlich werden.
Wer sollte besonders gut auf sich achten?
- Menschen mit Herz‑Kreislauf-Erkrankungen
- Menschen mit Lungenerkrankungen (z.B. Asthma)
- Ältere Menschen und alleinlebende Personen
- Säuglinge und Kinder
- Schwangere
- Menschen, die viele Medikamente einnehmen
Wenn Sie zu einer dieser Gruppen gehören: Achten Sie an Hitzetagen bewusst auf sich. Planen Sie die Tage etwas langsamer.
Gesund durch den Hitzetag: Das können Sie tun
1. Trinken – bevor der Durst kommt
- Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt.
- Am besten Wasser, ungesüßten Tee oder stark verdünnte Saftschorlen.
- Meist sind 1,5 bis 2 Liter sinnvoll. Bei starker Hitze und Schwitzen auch mehr.
- Alkohol und sehr süße Getränke besser meiden. Sie belasten den Kreislauf zusätzlich.
2. Leicht essen statt schwer schlemmen
- Bevorzugen Sie leichte Kost: Salate, Gemüse, Obst, Joghurt.
- Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als ein großes, üppiges Essen.
- Melone, Gurke, Tomate & Co. liefern zusätzlich Flüssigkeit.
3. Wohnung und Körper kühl halten
- Lüften Sie früh morgens und spät abends. Halten Sie tagsüber Fenster und Rollläden möglichst geschlossen.
- Helle, leichte Kleidung aus Baumwolle oder Leinen hilft, den Körper kühl zu halten.
- Eine lauwarme Dusche, kühle Armbäder oder ein feuchter Waschlappen im Nacken können sehr angenehm sein.
- Vorsicht bei eiskaltem Wasser: Das kann den Kreislauf belasten.
4. Anstrengung in die kühlen Stunden legen
- Körperliche Arbeit, Sport und Wege nach draußen möglichst auf den frühen Morgen oder späten Abend verschieben.
- In der größten Hitze (ca. 11 bis 17 Uhr) besser im Schatten oder in kühlen Räumen bleiben.
- Planen Sie Pausen ein und hören Sie auf Ihren Körper.
5. Medikamente und Hitze – nachfragen lohnt sich
- Manche Medikamente wirken bei Hitze stärker oder schwächer. Fragen Sie ggf. in der Apotheke hierzu nach.
- Lagern Sie Arzneimittel nicht im heißen Auto oder in der Sonne.
Risiken: Wenn Hitze dem Körper zu viel wird
Zu viel Hitze kann zu Kreislaufproblemen, starker Austrocknung und im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.
Mögliche Warnzeichen sind zum Beispiel:
- starker Durst, trockener Mund
- Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit
- ungewöhnliche Müdigkeit, Schwächegefühl
- heiße, rote oder sehr trockene Haut
- Verwirrtheit, Benommenheit, unsicherer Gang
Besonders wichtig:
- Wird jemand plötzlich sehr verwirrt, bewusstlos oder reagiert kaum noch, rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Warten Sie in solchen Fällen nicht ab.
Gemeinsam gut vorbereitet – wir sind für Sie da
Hitzetage werden in Zukunft häufiger. Umso wichtiger ist es, gut vorbereitet zu sein.
Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen weiter!